Jodlerfest-2017-016
Brauchtum & Traditionen

Brauchtum / Traditionen EJF 2017

Jodeln, Fahnenschwingen und Alphornblasen gehören zur Schweizer Tradition wie Käse und Schokolade.

In Zeiten als es weder Telefonie noch schnelle und komfortable Transportmittel gab, verständigten sich die Menschen in gebirgigen und unwegsamen Regionen über Kommunikationsformen und -mittel wie der Naturjodel oder das Alphorn. Ob mit Mensch oder Tier – mit dem Jodel und den Klängen des Alphorns hielten sich die Sennen auf der Alp auf dem Laufenden oder trieben damit das Vieh ein.

Das Blasinstrument Alphorn und der Jodel oder auch der Gesang mit Wechsel von Brust- und Kopfregister auf Silben ohne Wortbedeutung genannt, verschwanden mit der Verschiebung der Käseproduktion vom Berg ins Tal langsam aus der Bergwelt. Mit dem Aufleben der Folklore und dem Aufkommen des Tourismus erlebte der Jodel und das Alphorn aber eine Renaissance. Heute ist es die Liebe zur Natur und Heimat und vor allem zur Alpenmusik, die das Alphorn und der Jodel weiterleben lässt.

Nebst den folkloristischen Klängen gehört auch die Kunst de Fahnenschwingens zu einem Volksfest dazu. Früher ein Privileg städtischer Zünfte wurde das Fahnenschwingen ab 1910 durch den Eidgenössischen Jodlerverband gefördert. Seither werfen in der Schweiz Hunderte von Fahnenschwingern ihre seidene Fahne nach 90 reglementierten Schwüngen kunstvoll durch die Luft.